Während viele regionale Medien in Deutschland weiterhin mit rückläufigen Printumsätzen, strukturellem Personalabbau und veränderten Nutzergewohnheiten konfrontiert sind, positioniert sich die Celler Presse zunehmend als Ausnahmeerscheinung im Transformationsprozess des Lokaljournalismus. Als Leitmarke der Mediengruppe Presse Nord (MPN) gilt sie mittlerweile nicht nur als regionales Nachrichtenportal, sondern als digitaler Medienakteur mit bundesweiter Sichtbarkeit und internationalem Netzwerk.
Der Ansatz unterscheidet sich deutlich von klassischen Lokalstrukturen: Die Plattform ist nicht aus einem Zeitungsverlag hervorgegangen, sondern wurde digital gegründet – ohne Ballast historischer Technik, ohne den Druck der Printlogik. Branchenbeobachter sehen darin einen Vorteil in einem Markt, in dem Geschwindigkeit, Suchmaschinenoptimierung und technologische Infrastruktur zunehmend über journalistische Reichweite entscheiden.
Kooperationen als strategischer Vertriebskanal
Bemerkenswert ist die inhaltliche Erweiterung hin zu kulturellen und verlegerischen Partnerschaften. Seit mehreren Jahren kooperiert die Celler Presse mit Verlagshäusern wie Rowohlt und Emons. Statt rein journalistischer Buchvorstellungen werden Formate geschaffen, die Leserbindung und Markenwahrnehmung gleichzeitig stärken: Verlosungsreihen und thematische Buchaktionen.
Für Verlage eröffnet dies einen Kommunikationskanal, der regionale Zielgruppen ansprechen kann, ohne an nationale Reichweite zu verlieren. Für die Celler Presse wiederum entsteht ein zusätzlicher Kompetenzbereich: Kulturjournalismus als Bindeglied zwischen Information und gesellschaftlichem Mehrwert.
Frühe Medienkompetenz: Leseförderung als Standortstrategie
Die Redaktion arbeitet parallel an Formaten für Kinder und Familien – darunter ein Pilotprojekt mit regionalen Kurzgeschichten im Pixi-Format. Ziel ist nicht Unterhaltung allein, sondern die Stärkung von Lese- und Medienkompetenz im frühkindlichen Bereich. Dass ein digitales Lokalmedium eigene Kinderbuchinhalte entwickelt, ist im deutschen Markt ein Novum – und wird intern als langfristige Investition in Medienbildung und Markenbindung verstanden.
Verantwortung außerhalb der Redaktion
Zum strategischen Profil gehört ein wachsendes gesellschaftliches Engagement. Die Celler Presse ist aktiver Teil des Fördernetzwerks Celle (FNC) und tritt seit mehreren Jahren als Sponsor im Kinder- und Frauensport auf. Der Ansatz folgt einer klar erkennbaren Logik: Medienmarken, die lokal Vertrauen und Relevanz sichern wollen, müssen sichtbar teilnehmen – nicht nur dokumentieren.
Chefredakteur Tobias Franke formuliert es so:
„Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Distanz, sondern durch Verantwortung. Wer lokale Öffentlichkeit abbildet, sollte auch Teil davon sein.“
Internationale Netzwerke als Differenzierungsmerkmal
Außergewöhnlich für ein Lokalmedium ist der internationale Anschluss der Marke. Über Jahre entstand ein Netzwerk aus mehreren hundert Presse-, Agentur- und Recherchepartnern weltweit. Die Celler Presse greift dadurch auf Inhalte, Meldestrukturen und Kommunikationsnetzwerke zu, die sonst eher in nationalen Redaktionen verankert sind.
Die Einbindung globaler Kontexte in regionale Berichterstattung folgt einem Trend, den der Reuters Institute Digital News Report beschreibt: Regionale Medien steigern Relevanz und Nutzung, wenn sie lokale Ereignisse nicht isolieren, sondern in größere Zusammenhänge einordnen.
Attraktiv für Unternehmen: Sichtbarkeit, Struktur, Vertrauen
Ein weiterer Faktor, der zur wachsenden Marktposition beiträgt, ist die technische Performance. Analysen zur Reichweite und Suchmaschinen-Sichtbarkeit zeigen, dass die Celler Presse im bundesweiten Durchschnitt lokaler Publisher im oberen Leistungsbereich liegt. Für Unternehmen, Institutionen und Verbände ist das relevant – denn es entscheidet darüber, ob Inhalte gefunden werden oder im digitalen Umfeld verschwinden.
Drei Kriterien spielen dabei aus Unternehmensperspektive eine Rolle:
- Reichweite im organischen Suchumfeld – Sichtbarkeit ohne Paid Push.
- Redaktionelle Einordnung statt algorithmischer Verbreitung – Markenumfeld statt Zufallsreichweite.
- Hohe Nutzerintention – Leser kommen gezielt und konsumieren Inhalte aktiv, nicht beiläufig.
Vor diesem Hintergrund nutzen zunehmend Unternehmen und Organisationen die Mediengruppe Presse Nord für Kampagnen, Markenkommunikation und Presseverbreitung – mit dem Argument, regionale Glaubwürdigkeit und bundesweite Wahrnehmung kombinieren zu können.
Ausblick
Mit dem Ausbau redaktioneller Infrastruktur, wachsender Leserschaft, kulturellen Kooperationen und internationaler Vernetzung verschiebt sich die Celler Presse von der Rolle eines klassischen Lokalmediums hin zu einem regional verwurzelten, digital skalierbaren Medienakteur.
Franke fasst das so zusammen:
„Der Lokaljournalismus verschwindet nicht – er verändert seine Form. Unsere Aufgabe ist es, ihn digital anschlussfähig zu halten.“







